Stundenverrechnungssatz

Der Stundenverrechnungssatz ist der Betrag, der dem Auftraggeber je geleisteter Arbeitsstunde verrechnet wird. Er enthält Lohn- und Lohnnebenkosten, anteilige Gemeinkosten sowie einen Gewinnaufschlag und ist damit die Brücke zwischen Kostenrechnung und Angebot.

Woraus sich ein belastbarer Stundensatz zusammensetzt

Ausgangspunkt ist der kollektivvertragliche Lohn, ergänzt um Lohnnebenkosten und um die Zeiten, in denen nicht produktiv gearbeitet wird: Urlaub, Krankenstand, Vertretungen, Schulungen, Rüst- und Fahrzeiten. Dazu kommen Verwaltung, Fuhrpark, Geräte und Material. Gerade diese Positionen fallen bei pauschalen Aufschlägen regelmäßig zu niedrig aus.

Die Hebelwirkung bei wiederkehrenden Aufträgen

Ein zu niedrig angesetzter Verrechnungssatz wirkt sich nicht einmalig aus: Jede zusätzliche Stunde und jedes zusätzliche Objekt vergrößert den Verlust. Deshalb gehört der Satz regelmäßig überprüft – gegen die tatsächlich erfassten Stunden und Kosten aus der Kostenrechnung.