OCR steht für optische Zeichenerkennung: Aus einem Bild oder gescannten Dokument werden maschinenlesbare Texte und Werte extrahiert. Im kaufmännischen Alltag ist der häufigste Anwendungsfall die Belegerkennung – Lieferant, Datum, Betrag und Steuersatz werden aus der Eingangsrechnung gelesen.
Bei strukturierten, wiederkehrenden Belegen erreicht die Erkennung hohe Trefferquoten, besonders wenn pro Lieferant gelernt wird. Bei schlecht fotografierten oder handschriftlich ergänzten Belegen bleibt Nachbearbeitung – OCR reduziert Tipparbeit, ersetzt aber keine Prüfung.
OCR ist der Behelf für Belege, die nur als Bild oder PDF vorliegen. Eine strukturierte elektronische Rechnung braucht keine Erkennung, weil die Daten bereits als Daten kommen – der sauberere Weg, wo er möglich ist. Siehe Finanzbuchhaltung.