Abschlagsrechnung

Eine Abschlagsrechnung stellt bereits erbrachte Teilleistungen während eines laufenden Auftrags in Rechnung, bevor der Auftrag vollständig abgeschlossen ist. Sie ist in erster Linie ein Instrument der Liquiditätssteuerung: Der Betrieb wartet nicht bis zur Schlussrechnung auf Zahlungseingänge, sondern finanziert laufende Lohn- und Materialkosten aus dem Auftrag heraus.

Wann wird eine Abschlagsrechnung gestellt?

Üblich ist sie bei Aufträgen, die sich über mehrere Wochen oder Monate ziehen – etwa bei Projekt-, Bau- und Sanierungsaufträgen, bei Daueraufträgen in der Objektbetreuung oder bei vereinbarten Zahlungsplänen. Grundlage ist eine vertragliche Regelung über Höhe, Intervall oder Leistungsfortschritt. Die gestellten Beträge sind Vorauszahlungen auf das Gesamtentgelt und werden in der Schlussrechnung angerechnet.

Abgrenzung zur Teilrechnung

Die Abschlagsrechnung folgt einem vereinbarten Zahlungsfortschritt, die Teilrechnung rechnet einen konkret fertiggestellten Leistungsabschnitt ab. Damit beides sauber läuft, müssen Stunden, Material und Fremdleistungen dem Auftrag zugeordnet sein: Aus diesem Auftragsstand lassen sich Abschläge erzeugen und bis zur Schlussrechnung lückenlos fortschreiben – inklusive bereits angerechneter Beträge und einbehaltener Rücklässe. Siehe dazu das Modul Verrechnung.